Energie- und Trinkwasserversorgung
Der Vorstand der SPD Stadt Bremen hat den Bremer Senat und die SPD-Bürgerschaftsfraktion aufgefordert, den Einfluss der öffentlichen Hand auf die Energie- und Trinkwasserversorgung Bremens zu stärken. Dies wurde in der Sitzung des SPD-Unterbezirks Stadt Bremen am 27. Mai 2026 beschlossen
Dazu sollen verschiedene Maßnahmen geprüft werden:
In erster Linie soll der Einfluss auf die swb AG soll gestärkt werden, indem die Beteiligung der Freien Hansestadt Bremen von derzeit einer Aktie auf mindestens 25,1 % des Grundkapitals erhöht wird. Alternativ sollen die Versorgungsnetze für Energie- und Trinkwasserversorgung durch die Freie Hansestadt Bremen übernommen werden und Joint Ventures zwischen der Freien Hansestadt Bremen und Energieversorgern gegründet werden, (z. B. swb AG und Enercity), um als Wärmegesellschaften die Wärmewende in Bremen zu gestalten.
Der stellvertretende Vorsitzende der SPD Stadt Bremen, Senihad Šator, erläutert die Ziele dieses Schritts:
„Wir wollen, dass die Energie- und Trinkwasserversorgung langfristig sicher, bezahlbar und klimafreundlich bleibt sowie qualifizierte Arbeitsplätze in Bremen gesichert werden. Das wollen wir mit einem verstärkten Einfluss der öffentlichen Hand erreichen.“
Die Energie- und Trinkwasserversorgung gehört zur zentralen öffentlichen Daseinsvorsorge und ist von entscheidender Bedeutung für die Versorgungssicherheit, den wirtschaftlichen Erfolg, die soziale Gerechtigkeit und das Gelingen der Energiewende im Land Bremen. Die Erfahrungen der vergangenen Jahre haben dabei gezeigt, dass Energieversorgung nicht allein den Marktmechanismen überlassen werden darf. Eine starke Rolle der öffentlichen Hand ermöglicht es, soziale, ökologische und wirtschaftliche Ziele besser miteinander zu verbinden.